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Weingenuss und Stadterlebnis

Weintourismuspreis Baden-Württemberg für Offenburger Gesamtkonzept /„Ansporn“ für Marketingchef Schürlein

Das Offenburger Projekt „Genuss, Wein, Bewegung“ ist ausgezeichnet: Stefan Schürlein konnte Anfang Juni im Bruchsaler Schloss einen von zwei Weintourismus-Preisen Baden-Württemberg entgegennehmen: „Wir nehmen das als Ansporn“, so der Marketingchef.

Anlässlich der Preisverleihung trafen sich Akteure aus Weinbau sowie Tourismus und stellten Anekdoten und Kurioses aus der Weinbaugeschichte des Landes vor. Die Auszeichnungen werden von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) mit dem Badischen Weinbauverband und dem Weinbauverband Württemberg verliehen. Neben Offenburg wurde die „Weinerlebniswelt“ im württembergischen Heilbronn geehrt.

In seiner Laudatio lobte TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun die diesjährigen Preisträger als nachahmenswerte Beispiele, die das Thema Weinbau auf vorbildhafte Weise für den Tourismus aufarbeiteten und damit das touristische Angebot im Land bereicherten. In ihrem Gesamtkonzept „Genuss, Wein, Bewegung“ habe die Stadt Offenburg Weingenuss und Stadterlebnis exemplarisch miteinander verbunden. Bei regelmäßigen Weinstadtführungen, Weinspaziergängen und dem Offenburger Weinwandertag könnten Gäste die Stadt und ihre Weine kennenlernen. Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten führen die Touren durch Weinberge und zu Winzern in und um Offenburg. Das touristische Konzept habe die Jury überzeugt, weil es Weinerlebnisse in hoher Kontinuität ermögliche. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und örtlichen Produzenten diene als nachahmenswertes Beispiel für andere Weinbaugemeinden.

28 Bewerber habe es für den badischen Raum gegeben, verriet Schürlein und sprach von einem „renommierten Preis“. Im Jahr 2014 habe er mit seinem Team das Tourismuskonzept auf den Weg gebracht. 2015 konnten die Übernachtungszahlen um zehn Prozent gesteigert werden – und jetzt noch der Preis: „Für uns ist das eine Bestätigung, dass das Konzept aufgeht“, so Schürlein und erwähnt namentlich Tanja Keck als Projektleiterin Weintourismus. Er freue sich über die Auszeichnung, zumal das Thema Tourismus von Einheimischen kaum wahrgenommen werde, da sie nicht zu der Zielgruppe gehörten. 30 000 Euro stellt die Stadt pro Jahr für touristische Projekte zur Verfügung.